Insider-Tipps für aktuelle Ausstellungen in Wien

Unsere Insider-tipps für tolle Ausstellungen in Wien

 

Unsere Insider Tipps für einen Besuch im Museum oder in einer Galerie - Hier unser ganz persönliches best-of an Ausstellungen für die kommende Zeit. Gerade momentan gibt es in Wien tolle internationale Ausstellungen von Japan über Russland bis hin zu lokalen Besonderheiten wie die Ausstellung zu 250. Geburtstag des Praters 


 

Erotische Kunst aus Japan

24.11.2016 – 29.01.2017

Ostasiatische "Shunga" (Frühlingsbilder) vermitteln einen scheinbar unbekümmerten Umgang mit Nacktheit und Sexualität. Die Ausstellung "SHUNGA. Erotische Kunst aus Japan" im MAK Design Labor zeigt die künstlerische Qualität der explizit erotischen Farbholzschnitte auf, die trotz langen Verbots durch die japanische Regierung zum Massenphänomen avancierten. Einzelblätter, Alben und Bücher von namhaften Meistern wie Suzuki Harunobu, Katsushika Hokusai oder Kitagawa Utamaro geben einen Einblick in diese oft tabuisierte Facette der japanischen Kunstgeschichte.

Den Auftakt der Ausstellung bilden frühe Shunga-Serien aus dem 17. Jahrhundert. Zum Schluss gibt es ausgewählte Fotografien des japanischen Künstlers Nobuyoshi Araki (geboren 1940) zu sehen, der in mehreren Akt-Serien auf Shunga Bezug nimmt. Charakteristisch für Shunga sind die anatomische Detailgenauigkeit, manchmal extreme Körperstellungen und übergroß dargestellte Genitalien.

Hinweis: Die Ausstellung enthält explizit erotische Darstellungen, die das moralische Empfinden von Personen unter 16 Jahren verletzen könnten. Der Zutritt ist dennoch gestattet.

MAK
Adresse: Stubenring 5 , 1010 Wien | www.mak.at

Öffnungszeiten
Dienstag: 10:00 - 22:00, Mittwoch - Sonntag:  10:00 - 18:00

 


 

SEX IN WIEN.
LUST. KONTROLLE. UNGEHORSAM

24.11.2016 – 26.02.2017

Sexualität und Stadt — eine ebenso lustvolle wie anstößige Beziehung. Nie zuvor haben sich Formen, Darstellungen und die Bewertung von Sex so stark verändert wie im Prozess der Urbanisierung. Die moderne Großstadt eröffnete Freiräume und versprach Anonymität, Auswege aus sozialer Kontrolle und die Erfüllung sexueller Wünsche. Zugleich schuf die Stadt neue Möglichkeiten der Überwachung, der Disziplinierung und der Kategorisierung von Sexualität.

Die Ausstellung „Sex in Wien“ erzählt anhand zahlreicher Beispiele vom 19. Jahrhundert bis heute, wie dieses stete Ringen um Verbot und Freiheit jeden Moment einer sexuellen Begegnung prägte und prägt — vom „ersten Blick“ bis zur „Zigarette danach“. Wer durfte wen auf welche Weise anschauen? Wer wen ansprechen? Welche Arten von sexuellem Begehren konnten offen ausgelebt werden, welche nur im Verborgenen? Und welche Konsequenzen musste man fürchten, wenn man erwischt wurde?

Deutlich wird dabei, dass es weder Moralpredigten, wissenschaftliche Systematisierung, noch polizeiliche Kontrolle je geschafft haben, all das zu reglementieren, was in den Schlafzimmern, in geheimen Räumen und in dunklen Ecken der Stadt seinen Platz gefunden hat.

Wien Museum
Adresse: Karlsplatz 8, 1040 Wien | www.wienmuseum.at/

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr


 

ROBERT HAAS. DER BLICK AUF ZWEI WELTEN 

24.11.2016 – 26.02.2017

Robert Haas (Wien 1898 – New York 1997) gehört zu den großen österreichisch-amerikanischen Fotografen des 20. Jahrhunderts. Er arbeitete zunächst als Grafiker und Druckkünstler in Wien, ehe er – nach einer Ausbildung bei der Wiener Atelierfotografin Trude Fleischmann – eine Karriere als Fotojournalist begann. In den 1930er-Jahren entstanden berührende Alltags- und Sozialreportagen, aber auch Porträts und Objektstudien. Mehrere Jahre lang war Haas offizieller Fotograf der Salzburger Festspiele.

Wegen seiner jüdischen Herkunft 1938 aus Österreich vertrieben, startete er in New York als Grafikdesigner und Drucker eine zweite berufliche Karriere. Seine eindrucksvollen Großstadtfotografien aus dieser Zeit verraten den Einfluss amerikanischer Kunstströmungen. Auf Reisen dokumentierte Haas den „American Way of Life“ abseits der großen Metropolen, außerdem porträtierte er Persönlichkeiten wie Albert Einstein oder Oskar Kokoschka.

Der Verein der Freunde des Wien Museums hat kürzlich den fotografischen Nachlass von Robert Haas erworben. Die Ausstellung präsentiert das nahezu unbekannte Œuvre erstmals einer breiten Öffentlichkeit: eine künstlerische Entdeckung ersten Ranges, zugleich ein imposantes Zeitpanorama mit Tiefenschärfe.

Wien Museum
Adresse: Karlsplatz 8, 1040 Wien | www.wienmuseum.at/

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr


 

Film-Stills  

21.09.2016 – 26.02.2017

Fotografien zwischen Werbung, Kunst & Kino Wer kennt sie nicht: Die Bilder der lachenden Marilyn Monroe im hochgewehten, weißen Kleid im Verflixten siebenten Jahr oder die Fotografien des verschwörerischen Blicks James Stewarts im Fenster zum Hof? Ob man die Filme gesehen hat oder nicht, die eigens von Fotografen und Fotografinnen am Filmset aufgenommenen Bilder haben sich in das kollektive Gedächtnis eingeprägt und die Wahrnehmung der Filme maßgeblich beeinflusst.

In einer umfassenden Ausstellung widmet sich die Albertina erstmals dem hybriden Genre der Film-Stills und zeigt 130 Kult-Bilder der 1910er- bis 1970er-Jahre, die einen Querschnitt durch unterschiedliche Strömungen der Foto- und Filmgeschichte wie Piktorialismus, Expressionismus oder Jugendstil abbilden.

Anhand von Stills von Deborah Imogen Beer, Horst von Harbou, Pierluigi Praturlon, Karl Struss u.a. werden drei Aspekte der intermedialen Bezüge dieses Genres besonders hervorgehoben: Die Funktionen von Film-Stills, die von Brüchen und Kopplungen gekennzeichneten Schnittstellen zwischen Fotografie und Film, sowie der künstlerische Mehrwert von Standbildern werden beleuchtet.

Albertina
Adresse: Albertinaplatz 1 1, 1010 Wien | www.albertina.at

Öffnungszeiten
Täglich 10.00 bis 18.00 Uhr
Mittwoch 10.00 bis 21.00 Uhr


 

WISSENSCHAFTLICHE CARTOONS

07.12.2016 - 28.02.2017

WISSENSCHAFTLICHE CARTOONS

Diese Bilder setzen die Naturgesetze außer Kraft! Hätte Leonardo da Vinci Humor gehabt, hätte er wohl auch so lustige Bilder gezeichnet wie unsere Cartoonisten, die sich für diese Ausstellung in das Feld der Wissenschaft begeben haben. Ob Physik, Philosophie, Biologie oder Alchemie: Hier finden Sie neue Erkenntnisse, spannende Experimente und viele neue Denkansätze.

 

Trainieren Sie Ihren Musculus risorius! (Der Musculus risorius oder Lachmuskel gehört zur mimischen Muskulatur und ist Teil der Lachmuskulatur. Der Muskel ist beim Menschen sehr wechselhaft und relativ schwach ausgebildet.)

Mit Bildern von Dorthe Landschulz, Hauck & Bauer, Jean La Fleur, Katharina Greve, Schilling & Blum, Til Mette, Uwe Krumbiegel und vielen mehr.


Komische Künste – Shop & Galerie
im MuseumsQuartier / Q21
Museumsplatz 1, 1070 Wien

Öffnungszeiten
Montag – Sonntag 11 bis 18 Uhr

Eintritt frei!

 


Contemporary Art - Andy Warhol bis Anselm Kiefer

11.07.2016 - 19.03.2017

Die Contemporary Art

Der Fokus von Contemporary Art liegt auf der Kunst der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts. Gezeigt werden sowohl die Stars als auch die Vielfalt der Kunst nach 1945: Werke von Anselm Kiefer, Gerhard Richter, Arnulf Rainer, Georg Baselitz, Alex Katz und Maria Lassnig bilden neben anderen das Zentrum der diesjährigen Präsentation zeitgenössischer Positionen aus der Albertina. Dank der großzügigen Schenkung von Gottfried Helnwein können seit Kurzem auch sieben hochkarätige Gemälde des österreichischen Künstlers in der Schau gezeigt werden.

Rund 80 Meisterwerke illustrieren die facettenreiche künstlerische Produktion, die von Hyperrealismus bis Abstraktion, von farbästhetischen bis zu politischen Themen reicht, und veranschaulichen die komplexen parallelen Strömungen der vergangenen Jahrzehnte.

Albertina
Adresse: Albertinaplatz 1 , 1010 Wien
Web: www.albertina.at
Tel: +43 1 534 83 0
EMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Georgia O'Keeffe

07.12.2016 - 26.03.2017

Georgia O'Keeffe

Georgia O'Keeffe war eine Begründerin der amerikansichen Moderne und eine Pionierin als Künstlerin. Die Gelegenheiten, O'Keeffe in Europa zu sehen, sind rar: ihre Gemälde sind auf die wichtigsten US-Sammlungen verteilt, wo sie den Status von Ikonen einnehmen. Erstmals in Österreich gibt nun diese Retrospektive Einblick in das sieben Jahrzehnte umfassende Oeuvre O'Keeffes. Unter den ausgestellten Werke befindet sich auch "Jimson Weed/White Flower No. 1" (1932) als das teuerste Bild, das jemals von einer Künstlerin versteigert wurde.

Die Ausstellung wurde von der Tate Modern in Kooperation mit dem Bank Austria Kunstforum Wien der der AGO - Art Gallery of Ontario, Toronta, organisiert und von Heike Eipeldauer und Tanya Barson kuratiert.

KUNSTFORUM WIEN 


Adresse: Freyung 8, 1010 Wien, Österreich

ÖFFNUNGSZEITEN
Täglich 10:00 - 19:00 Uhr
Freitags 10:00 - 21:00 Uhr
 

 

handWERK. Tradiertes Können in der digitalen Welt

14.12.2016 – 9.4.2017

handWERK. Tradiertes Können in der digitalen Welt

Die Ausstellung handWERK. Tradiertes Können in der digitalen Welt spannt den Bogen von der Historie zu aktuellen europäischen Perspektiven des Handwerks. Sie beleuchtet das nachhaltige, ressourcenschonende Potenzial des Handwerks, zeigt neue Entwicklungen an der Schnittstelle zu digitalen Technologien und präsentiert meisterliche Werkstücke aus verschiedenen Sparten. Live-Werkstatt mit 20 verschiedenen HandwerkerInnen.

Gastkuratorin: Tina Zickler
Kurator: Rainald Franz, Kustode MAK-Sammlung Glas und Keramik

Adresse
MAK: Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst
Stubenring 5, 1010 Wien

Öffnungszeiten

Di 10:00–22:00 Uhr
Mi–So 10:00–18:00 Uhr
Mo geschlossen
Jeden Dienstag 18:00–22:00 Uhr Eintritt frei

 

 


 

Franz West – Artistclub  

14.12.2016 – 23.04.2017

Das 21er Haus zeigt vom 14. Dezember 2016 bis 23. April 2017 in der Ausstellung Franz West – ARTISTCLUB zentrale Arbeiten des bedeutenden österreichischen Künstlers Franz West (1947-2012). Die ausgestellten Werke von 36 Künstlerinnen und Künstlern sind alle in Kooperation mit Franz West entstanden. Der sogenannte ARTISTCLUB ist ein partizipatives Projekt von West aus dem Jahre 1999, das zu Lebzeiten des Künstlers nie in gewünschter Form umgesetzt werden konnte, aber nun als kuratorische Idee erfahrbar wird. In Wests Kunstschaffen spielen die Partizipation des Betrachters und die Kollaboration mit anderen Künstlern eine zentrale Rolle. Das Verhältnis zwischen dem Künstler, der künstlerischen Arbeit und dem Rezipienten werden von ihm stets hinterfragt.

Das 21er Haus lässt mit der Ausstellung Wests Konzept des ARTISTCLUB wieder aufleben. Ab Mitte Jänner wird jeden zweiten Mittwoch von 18 bis 21 Uhr die ursprüngliche Idee neu interpretiert. So dient das vier Meter breite Kunstwerk von Heimo Zobernig in der Mitte des Ausstellungsraums als „Open Stage“ für Lesungen, Talks, Konzerte, Performances und vieles mehr. Zusätzlich ist der Besucher in der Ausstellung im 21er Haus im Sinne von Franz West dazu aufgerufen, mit den Objekten zu interagieren und unter anderem auf den Sitzgelegenheiten Platz zunehmen.
So offerieren Wests Skulpturen und Installationen stets die Möglichkeit für einen Dialog mit dem Besucher, sowohl auf physisch erlebbarer als auch auf intellektueller Ebene.

ARTISTCLUB im 21er Haus
Mit folgenden Terminen:

PERFORMANCE
Marina Faust – Sonia Leimer
Für eine Weile, wer weiß wie lange
Mittwoch, 18. Jänner | 19 Uhr

SCREENING
Franz West – Friends and Collaborators
Mittwoch, 25. Jänner | 19 Uhr

VORTRAG
Franz West und Martin Kippenberger
getrennt kämpfen, vereint schlagen
Mittwoch, 1. Februar | 19 Uhr
Von Veit Loers (Kurator, Direktor a.D. Fridericianum, Kassel und Museum Abteiberg, Mönchengladbach)

SOUNDPERFORMANCE
Philipp Quehenberger
Mittwoch, 15. März und Mittwoch, 19. April | 19 Uhr

SCREENING | TALK
Mike Kelley
Mittwoch, 29. März | 19 Uhr
John Miller (Künstler und Autor, Professor an der Columbia University, New York) Laura López Paniagua (Künstlerin und Autorin)

PERFORMANCE
Richard Hoeck
Paris Refake Sieben Säulen
Mittwoch, 19. April | 19 Uhr

21er Haus Museum für zeitgenössische Kunst
Adresse: Quartier Belvedere, Arsenalstraße 1, 1030 Wien | +43 1 795 57-770 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Öffnungszeiten
Mi: 11 – 21 Uhr | Do – So: 11 – 18 Uhr | An Feiertagen geöffnet


 

Die bessere Hälfte
Jüdische Künstlerinnen bis 1938

14.12.2016 – 01.05.2017

Im Wiener Kunstbetrieb um 1900 konnten Frauen sich nur schwer durchsetzen. Das Jüdische Museum Wien widmet Künstlerinnen aus dieser Zeit nun eine Schau und zeichnet ihre außergewöhnlichen Karrierewege nach.

Im Fin de Siècle, einer Hochblüte der Kunst und Kultur, war eine künstlerische Laufbahn für Frauen nahezu undenkbar. Viele von ihnen, vor allem Jüdinnen, waren zwar als Salonièren oder Mäzeninnen im Kunstbetrieb sehr präsent, von einer offiziellen künstlerischen Ausbildung waren sie allerdings ausgeschlossen. Umso erstaunlicher ist es, wie viele Frauen sich dennoch durchsetzen konnten. Malerinnen wie Tina Blau, Broncia Koller-Pinell, Marie-Louise von Motesiczky oder die Keramikerinnen Vally Wieselthier und Susi Singer sind nur einige der Pionierinnen, die im Wien des späten 19. Jahrhunderts die Kunst zu ihrem Beruf erwählten. Sie fanden ihren Platz in der Kunstgeschichte, viele andere gerieten jedoch in Vergessenheit.

„Die bessere Hälfte. Jüdische Künstlerinnen bis 1938“ betitelt das Jüdische Museum Wien daher seine aktuelle Ausstellung und 44 Künstlerinnen und deren außergewöhnliche Ausbildungs- und Karrierewege. Anhand einzelner Schicksale jüdischer Künstlerinnen erzählt die Schau vom Kampf um Anerkennung in einer männlich dominierten Kunstszene, aber auch von vielversprechenden Karrieren, die durch Vertreibung und Exil unterbrochen oder in den Vernichtungslagern des Nationalsozialismus für immer beendet wurden.

Jüdisches Museum 
Adresse: Dorotheergasse 11, 1010 Wien | www.jmw.at  |  +43-1-535 04 31

Öffnungszeiten
Sonntag - Freitag 10:00 - 18:00

Tags: Ausstellungen